8) Anhang: Darstellung und Interpretation  der schriftlichen Meinungsbefragung, sowie der CV-Statistik

 

8,1) Darstellung und Analyse der schriftlichen Meinungsbefragung vom Jänner 1970 (Anhang)

 

Der Vorgang der schriftlichen Befragung war den  von mir bereits angeführten "Selbsthilfefragebogenaktionen" in zwei Wiener Verbindungen ähnlich. Die Rücklaufquote der "CV-Totalerhebung" war wesentlich  geringer, wenn auch noch beachtlich im Verhältnis zu anderen Befragungen dieser  Art (24% = 2340 zurückgesandte Fragebögen).

Ein weiterer schwacher Punkt war die Tatsache, dass aus finanziellen Gründen der Fragebogen in der Verbandzeitschrift versandt werden musste.

Die Güte der Fragen und verschiedener Antwortmöglichkeiten ist, wie ja schon zurecht kritisiert wurde, recht unterschiedlich, Änderungen, die ich nach einer kurzen Probefragung vorschlug, konnten leider nicht mehr berücksichtigt werden.  Bei der Interpretation der jeweiligen Fragen werde ich darauf noch näher eingehen. Der Grad der Repräsentativität der Untersuchung kann in diesem Falle nicht festgestellt werden. Dennoch versuchte ich festzustellen, ob die einzelnen Bundesländer und die Stände in der Verbindung bei den Antworten so verteilt sind, wie es auf Grund der Statistik zu erwarten wäre, doch kann in wissenschaftlich fundierter Weise nicht von Repräsentativität" dieser Untersuchungsergebnisse für die Einstellungsstrukturen im ganzen CV gesprochen  werden. Das Segment der integrierten und "aktiven" Burschen und Alten Herren ist sicher überrepräsentiert.

Der Preis für die vorliegende schriftliche Meinungsbefragung beträgt etwa ein Fünftel dessen, was für eine wissenschaftlich- soziologische Untersuchung notwendig gewesen wäre. Aus finanziellen Gründen konnte keine der von mir vorgeschlagenen Untersuchungsstrategien, die ich in Zusammenarbeit mit einem Dozenten der Linzer Hochschule erstellte, von der zuständigen Kommission angenommen werden. In einigen Punkten meiner ersten Interpretation werde ich jedoch auch die vom Institut Fessel ausgezählten Ergebnisse verwenden.

Unter Interpretation verstehe ich die Aufstellung einiger auf Grund der  Untersuchungsergebnisse wahrscheinlicher Sätze über Einstellungsverteilungen und Tendenzen im ÖCV. An der Verbandsführung ist es, weitere "Interpretationen" und  Konsequenzen aus den Befragungsergebnissen zu ziehen und weitere, hoffentlich exaktero Arbeiten über den Verband zu initieren. Ich möchte feststellen, dass die Tendenzen (z.B. in den Altersklassen) in der sprachlichen Formulierung stärker sind, als auf Grund der statischen Daten "tatsächlich" gesagt werden kann. Ein  Blick in die Tabellen gibt Auskunft über die Stärke der festgestellten  Tendenzen.

 

Der Männerbund ÖCV

Gestaltung und Bearbeitung by Petra Hafner &
Daniela Czell

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siehe auch:
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