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Das Diabetes-Lernprogramm

 

Mag. Hermann Leustik

 

DIABETES - LERNPROGRAMM

 

1. Allgemeines In Österreich leben ungefähr 300.000 Diabetiker, 10% von ihnen spritzen regelmäßig Insulin.

Für den Diabetiker bedeutet diese Krankheit eine Änderung seiner Lebensgewohnheiten und Lebensqualität. Um seinen Alltag der Krankheit entsprechend anzupassen, muß er über ein fundiertes Wissen um diese Krankheit und deren Auswirkungen auf seinen Organismus verfügen.

Dies ist mit speziellen Kenntnissen über

- die Ernährung,

- die Behandlung,

- die Überwachung und

- das Erkennen möglicher Komplikationen verbunden.

Aber nicht nur Diabetespatienten bedürfen eines speziellen Wissens um diese Krankheit, auch deren Angehörige, das medizinische Personal und Pflegepersonal in den Krankenhäusern und Arztpraxen, Medizinstudenten und in Ausbildung stehende Schwesternschülerinnen, sowie das Sanitätspersonal.

Diabetespatienten werden derzeit entweder einzeln oder in Gruppen geschult und/oder die Patienten eignen sich das erforderliche Wissen mit Hilfe von Fachliteratur im Selbststudium an.

Ergänzend zu diesen konventionellen Schulungsmethoden bieten heute die Neuen Informations- und Kommunikationstechnologien eine neue Form der Wissensvermittlung an.

Mit Hilfe eines Computers und einer entsprechenden Software in Form eines interaktiven Lernprogrammes kann sich der Anwender (Patient, Pfleger, Student ...) im Selbststudium jederzeit und überall, wo ein Computer zur Verfügung steht, ein bestimmtes Wissen aneignen.

Computerunterstützte, interaktive Lernprogramme ermöglichen

- eine personen- und bedarfsorientierte Ausbildung (Anpassung der Ausbildung auf bestimmte Zielgruppen mit unterschiedlichen Vorkenntnissen, z.B. Patienten und medizinisches Personal),

- eine dezentrale Ausbildung (am Arbeitsplatz, im Wartezimmer, zu Hause),

- eine zeitlich unabhängige Ausbildung (z.B. im Nachtdienst),

- eine erfolgs- und lernwegkontrollierte Ausbildung (Selbstüberprüfung durch den Lernenden und/oder durch einen Ausbildner) und

- vorallem eine interessante, motivierende Wissensvermittlung durch lebendige Präsentation (Text, Graphiken, Bilder, Animationen, reale Videofilmsequenzen) und interaktive Simulationen.

Diese neue Art der Wissensvermittlung sollte aber nicht als alleinige, isolierte Ausbildungsmaßnahme verwendet werden, sondern immer nur in bereits bestehende konventionelle Ausbildungsmaßmahmen integriert werden.

 

2. Das Lernprogramm " Der Diabetiker im Alltag"

Für die Bearbeitung dieses Lernprogrammes sind keinerlei Vorkenntnisse im Umgang mit einem Computer erforderlich. Die Bedienung kann der beigefügten Bedienungsanleitung entnommen werden oder sie wird vom Schulungspersonal im Form einer kurzen Unterweisung vermittelt.

Das vorliegende Lernprogramm kann in zwei verschiedenen Niveaus bearbeitet werden. Je nach Vorkenntnis und Ausbildungsstand kann zwischen einem Patienten- und einem Betreuer-Niveau gewählt werden.

Wenn man selbst als Diabetiker, als Familienmitglied an dieser Materie interessiert ist oder im Pflegedienst bzw. Sanitätsdienst tätig ist und geringe Vorkenntnisse über die Diabeteskrankheit besitzt, wird man sich im Patienten-Niveau anmelden.

Sollte das Programm aber durch medizinisches Fachpersonal bearbeiten werden, so kann diese Personengruppe sich im Betreuer-Niveau anmelden.

Wenn das Programm im Patienten-Niveau bearbeitet wird, benötigt man zur Programmbearbeitung lediglich die beim Computer bereitstehende Maus, nur die Kursanmeldung muß über die Tastatur erfolgen.

Sollte das Programm durch medizinische Fachkräfte (Betreuer) bearbeitet werden, wird zur Bedienung des Programmes neben der Maus auch die Tastatur benötigt.

Während des Programmablaufes steht der Anwender in einem permanenten Dialog mit dem Lernprogramm. In kleinen Schritten werden Informationen präsentiert, Fragen gestellt und er erhält Anweisungen zur Durchführung von Übungen. Die Eingaben des Anwenders werden vom System analysiert und durch entsprechende Rückmeldungen kommentiert.

Das Programm ist so konzipiert und so gut abgesichert, daß es jede Antwort bzw. jede Eingabe, aber auch jeden Eingabefehler erkennt und darauf mit einer entsprechenden Meldung reagiert.

Das Programm besteht aus einem allgemeinen Verwaltungsteil und dem eigentlichen Lernprogramm, welches sich in sieben Kapitel gliedert.

Wenn das Lernprogramm startet wird, erscheint zuerst der Verwaltungsteil.

Ein neuer Anwender muß sich zuerst in der Inskriptionsverwaltung eintragen, um eine Kennummer (Code) zu erhalten. Mit dieser Kennummer kann sich der Anwender dann jederzeit zum Kurs anmelden.

Nachdem sich der Anwender mit der Kennummer zum Kurs angemeldet hat, kann er mit der Bearbeitung des Programmes beginnen.

Wenn das Programm vom Anwender das erste Mal bearbeitet wird, erhält er eingangs einige Informationsbildschirme. Nach diesen allgemeinen Informationen erscheint das Hauptmenü. Er kann an dieser Stelle eines der sieben Kapitel auswählen, indem er mit der Maus auf die entsprechende Kapitelnummer klickt.

Hat der Anwender ein Kapitel fertig bearbeitet, erscheint die entsprechende Kapitelnummer in rosa, wobei dieses Kapitel vom Anwender natürlich jederzeit nochmals bearbeitet werden kann.

Es ist ihm auch jederzeit möglich, aus einem Kapitel wieder auszusteigen und aus dem Hauptmenü ein anderes Kapitel auszuwählen.

Hat ein Anwender das Programm bereits einmal bearbeitet, kommt er bei einem erneuten Start automatisch in jenes Kapitel und zu jener Bildschirmseite, bei der er bei der letzten Bearbeitung ausgestiegen ist.

Im Programm steht weiters permanent eine Menüleiste zur Verfügung, mit deren Hilfe verschiedene Funktionen zur Programmsteuerung ausgewählt werden können (Programmende, Übungswiederholung, Aufruf des Lexikons, Rückkehr zum Menü usw.).

 

3. Inhalt des Lernprogrammes

Kapitel 1: Anatomie-Physiologie

Kapitel 2: Behandlungsmöglichkeiten

Kapitel 3: Ernährungslehre

Kapitel 4: Komplikationen

Kapitel 5: Kontrolle

Kapitel 6: Der Alltag des Diabetikers

Kapitel 7: Zukunftsaussichten

 

4. Inhalte der einzelnen Kapitel

 
Kapitel 1:    Anatomie-Physiologie

- Das für Diabetes verantwortliche Organ bestimmen.
- Lage, Aufbau und Funktion der Bauchspeicheldrüse.
- Hormone, die von der Bauchspeicheldrüse abgegeben werden.
- Die Rolle des Insulins in unseren Zellen.
- Die zwei Diabetesarten: Insulinpflichtiger Diabetes und nichtinsulinpflichtiger Diabetes (IPD und NIPD).
- Speicherorte der Nahrung.
- Nährstoffarten.
- Hauptaufgaben und Eigenschaften des Insulins und Glucagons.
Kapitel 2:    Behandlungsmöglichkeiten

- Die Basalrate und die tägliche prandiale Insulinausschüttung
- Möglichkeiten der Insulinverabreichung.
- Die drei Insulinarten: Kurzzeit, Verzögerungs- und Langzeitinsulin (Wirkungsbeginn, -dauer).
- Unterschiedliche Insulinkonzentrationen in Europa.
- Aufbewahrung des Insulins.
- Instrumente und Hilfsmittel für die Insulininjektion.
- Das Insulinfläschen.
- Vorgangsweise bei der Vorbereitung der Insulininjektion.
- Probleme, die mit der Injektion verbunden sind.
- Injektionstechniken und Injektionsstellen.
- Bedingungen der Insulinresorption.
- Behandlungsmöglichkeiten der beiden Diabetesarten (NIPD und IPD).
Kapitel 3:    Ernährungslehre

- Der Verdauungsvorgang.
- Die drei Nährstoffgruppen: Kohlenhydrate, Fett und Eiweiß.
- Eiweiß: Ursprung, Wirkung und täglicher Bedarf.
- Kohlenhydrate: Ursprung, Wirkung, rasch und langsam resorbierbare Zucker.
- Fett: Ursprung, Wirkung.
- Prozentuale Anteile von Zucker, Fett und Eiweiß in unserer Nahrung.
- Berechnung der Broteinheiten (BE).
- Kulinarische Ratschläge des Küchenchefs.
- Saucen und Nachspeisen: Ratschläge.
- Fallen die es zu vermeiden gilt.
Kapitel 4:    Komplikationen

- Die 24 Stunden des Blutes.
- Selbstkontrolle von Blut und Harn.
- Blutzuckerschwankungen und deren Ursachen.
- Blutzuckerselbstkontrolle.
- Blutzuckerverhalten: Normalwert, Über- und Unterzuckerung.
- Harnzuckerselbstkontrolle.
- Definition der Nierenschwelle.
- Hyperglykämie und Hypoglykämie.
- Harnzucker-Teststreifen.
- 24 Stunden Harnzuckerausscheidung.
Kapitel 5:    Kontrolle

- Überblick über die verschiedenen Komplikationen.
- Die Hypoglykämie: Definition, Symptome und Verhalten.
- Die Hyperglykämie und die Ketoacidose: Definition, Symptome, Verhalten .
- Die Zahnhygiene, der gesunde Fuß, das Auge.
- Infektionen und Diabetes.
- Die Niere und Nierenkrankheiten.
- Die Blutgefäße und ihre Komplikationen.
- Das Nervensystem und Nervenerkrankungen.
- Komplikationen.
Kapitel 6:    Der Alltag des Diabetikers

- Familie, Schwangerschaft und Diabetes.
- Versicherungen und Verträge bei Diabetikern.
- Reisen und Diabetes.
- Körperliche Aktivitäten und Diabetes.
- Führerschein und Diabetes.
- Empfehlungen für das Verhalten bei Autoreisen.
Kapitel 7:    Zukunftsaussichten

- Insulinpumpe und Pen.
- Die Bauchspeicheldrüsentransplantation.
- Die künstliche Bauchspeicheldrüse.
- Die biologisch-künstliche Bauchspeicheldrüse.
- Die implantierbare Pumpe.
 
5. Hardwarevoraussetzungen

Das Lernprogramm "Der Diabetiker im Alltag" läuft auf allen Personalcomputern mit dem Betriebssystem MS-DOS ab der Version 3.0 (aber nur bis Win 3.11)

Folgende Hardwareausstattung wird benötigt:

IBM kompatibler PC (386, 486)
640 KB Hauptspeicher
1 Festplatte
1 3 ½ " Laufwerk
VGA - Bildschirm
1 Maus

Weiters ist noch mindestens 10 MB freier Speicherplatz auf der Festplatte erforderlich.

 

6. Informationen über das Diabetes-Lernprogramm:,

Mag.Ing. Hermann Leustik
Universität Klagenfurt
Universitätsstr. 67
A-9020 Klagenfurt
Tel: 0043 463 2700 383    Fax: 0043 463 2700 292
e-mail: hermann.leustik@uni-klu.ac.at
http://www.uni-klu.ac.at/~hleustik/projekte/diabetes/diab1.htm


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last update: 8.6.1998 ... 10.00
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