Gottscheer Pfarren und Kirchen

Pfarren in der "Unteren Seite"

 

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Pfarre Nesseltal - Pfarre Unterdeutschau - ( Slowenische Pfarren Döblitsch - Tschernembl )  

Pfarre Nesseltal (Dekanat Gottschee)
Die Seelsorgestation in Nesseltal wurde im Jahre 1400 zur Pfarre erhoben.

Zur Pfarre Nesseltal gehörten die Orte Altlagbüchel, Altfriesach (Stari brezje), Brunnsee (Studeno), Büchel (Hrib), Grodetz (Gradec), Kummerdorf (Kumrova vas), Lichtenbach (Svetli potok), Mitterbuchberg (Srednja Bulova gora), Nesseltal (Koprivnik), Neufriesach (Laze), Oberbuchberg (Gorenja Bukova gora), Oberdeutschau (Gorenja Nemska loka), Oberkatzendorf (Zgomji mackovec), Reichenau (Rajhenav), Schäflein (Ovcjak), Schlechtbüchel (Slaba gorica), Suchen (Susje), Tanzbüchel (Tanca gora), Taubenbrunn (Golobinjek), Unterbuchberg (Dolenja Bukova gora), Untersteinwand od. Neubüchel (Postenje) und Warmberg (Topli vrh).

Kirchen und Kapellen in der Pfarre Nesseltal:
Nesseltal   ( 2 )    Altar Eine Seelsorgestation dürfte bereits um 1360 bestanden haben. Im Jahre 1400 wurde Nesseltal selbständige Pfarre. Die erste Kirche war anfangs klein und unansehnlich. Im Laufe der Jahre erfolgte zweimal eine Erweiterung, 1736 und 1830. Am 8. August 1830 wurde die am Südrand des Dorfes errichtete, dem hl. Jakobus dem Älteren geweihte Kirche vom Fürstbischof Anton Alois Wolf eingeweiht. Die Pfarrkirche wurde am 29. März 1949 mit Benzin über-gossen und angezündet und die Ruine im Februar 1955 beseitigt.
Nesseltal ( Ruine 1966) Die Friedhofskirche St. Anna aus dem Jahre 1822 wurde 1956 in Brand gesteckt und 1973 wieder aufgebaut.
Altfriesach    ( 2 ) Die im 17. Jahrhundert errichtete Filialkirche "Zur Krönung der hl. Jungfrau" wurde wie auch das Dorf ein Flammenopfer der italienischen Offensive.
Büchel   ( 1955 )
    bei Nesseltal
Valvasor erwähnte schon eine kleinere Kirche in Büchel. An derselben Stelle errichtete man im 19. Jahrhundert die Filialkirche St. Martin. Dorf und Kirche sind dem Erdboden gleichgemacht worden. Das Abbruchdatum ist nicht bekannt.
Grodetzberg Die WalIfahrtskirche zum hl. Kreuz auf dem Grodetzberg, im 16. Jahrhundert erbaut, fiel den Kriegswirren zum Opfer.
Kummerdorf    ( Altar ) Die WallfahrtskIrche zum hl. Namen Jesu auf dem Kummerdorfer Berg stammte aus dem Jahr 1798, ist nach dem Krieg verfallen. Die schwer zugängliche Ruine ist gut erhalten.
Lichtenbach    ( Ruine ) Die Filialkirche Maria Himmelfahrt, 1656 errichtet, war ebenso wie die zwei vorgenannten Filialkirchen eine Wallfahrtskirche. Das Kirchenschiff stürzte um 1980 ein, das Prebyterium wurde 1992 abgerissen.
Mitterbuchberg Die Filialkirche zum hl. Apostel Petrus aus dem 17. Jh. brannte bei Kriegshandlungen im Jahre 1942 ab. Die Außenmauern und der Glockengiebel sind noch vorhanden.
Neufriesach Die Filialkirche St. Josef hat den Weltkrieg heil überstanden. 1955 waren nur noch die Grundmauern vorhanden.
Reichenau    ( 2 ) Die Filialkirche Maria Magdalena schon von Valvasor erwähnt wurde in Brand gesteckt und 1962 oder 1963 abgerissen.
Tanzbüchel Die der hl. Margarethe geweihte Filialkirche aus dem 17. Jahrhundert stürzte um 1982 ein und wurde 1992 beseitigt.
Altlagbüchel Die Ruine der Kapelle, dem hl. Ulrich geweiht, ist noch vorhanden.
Kummerdorf Die Kapelle Heiligenblut wurde ein Opfer des 2. Weltkrieges.
Reichenau Von der Kapelle hl. Elias ist das Jahr der Zerstörung nicht bekannt.
Taubenbrunn Die Kapelle St. Florian aus dem 19. Jh. wurde im Krieg zerstört.
Untersteinwand 1833 wurde die Kapelle errichtet und 1834 dem hl. Franziskus geweiht. Das Abbruchjahr der eingestürzten Kapelle ist nicht bekannt.
 
Pfarre Unterdeutschau (Dekanat Gottschee)
Im Jahre 1854 wurde die Lokalkaplanei Unterdeutschau zur Pfarre erhoben.

Zur Pfarre Unterdeutschau gehörten die Orte Bresowitz (Brezovica), Preriegel (Prerigelj), Saderz (Zaderc), Unterdeutschau (Nemska loka), Wieden (Videm) und die slowenischen Orte Kralm (Kralj), Wimol (Vimolj) und Tscheplach (Ceplje).

Kirchen und Kapellen in der Pfarre Unterdeutschau :
Unterdeutschau   ( 2 ) Die Kirche in Unterdeutschau gehörte vermutlich zu jenen Kirchen, welche nach der Urkunde von 1363 in der Gegend von Pölland gebaut wurden. Die Wallfahrtskirche Maria Trost wurde 1763 mit Hilfe des Fürsten Auersperg gebaut, brannte im Jahre 1822 in ihren Holzteilen ab und wurde wieder aufgebaut. Im Jahre 1843 erhielt sie ihr besonderes Gewölbe. Die im Barockstil gehaltene Pfarrkirche war die größte Wallfahrtskirche im Gottscheer Ländchen. Im Jahre 1951 wurde die zweitürmige Kirche gesprengt. Dabei verlor sie einen Turm. Die Ruine steht mahnend oberhalb des stark dezimierten Dorfes.
Preriegel Die Filialkirche hl. Andreas wurde ein Opfer des 2. Weltkrieges.
Tscheplach Die gut erhaltene Filialkirche zur hl. Jungfrau von den Sieben Schmerzen stammt aus dem 19. Jh.
Saderz Die Kapelle Franz Xaver aus der Mitte des 18. Jh. wurde im Krieg zerstört.
Wieden Die Friedhofskapelle hl. Nikolaus aus dem 16. Jh. wurde Ende des 20. Jh. renoviert.
 
Pfarre Döblitsch
Zur slowenischen Pfarre Döblitsch gehörten die Gottscheer Dörfer Bistritz (Bistrica) und Brunngereuth (Miklarje).
 
Pfarre Tschernembl
Zur slowenischen Pfarre Tschernembl war auch der Gottscheer Weinort Maierle (Maverlen) zu zählen.
 

 

 

 

 

 

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