Gottscheer Landesteile

Die Untere Seite

 

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Von der Stadt Gottschee erreicht man über den Annaberg die Untere Seite der Gottschee.

Der Hauptort Nesseltal zählte zu den schönsten Dörfern des Landes. In älteren Urkunden wurde Nesseltaloft als Städtchen angeführt. In der Mitte des Dorfes, das malerisch in einer kesseiförmigen Niederung in 628 m Seehöhe lag, stand umgeben vom Pfarrhof, Schulhaus und vielen ziegelgedeckten, einstöckigen Häusern am Südende des Dorfes die dem Hl. Jakobus d. Älteren geweihte Pfarrkirche.

Das Gotteshaus mit seinem im Rokokostil geformten Turmdach wurde am 29. März 1949 mit Benzin übergossen und angezündet. Die Ruine wurde im Februar 1955 abgerissen.

Nesseltal war Gemeindesitz, besaß eine dreiklassige Volksschule, einen Gendarmerieposten, eine freiwillige Feuerwehr, die 1939 ihr 60jähriges Bestehen feierte, Kaufläden und mehrere Gasthäuser. 1912 wurde die Ortswasserleitung fertiggestellt. Ab 1923 wurden jährlich am 12. Mai und 20. Juli Viehmärkte abgehalten. Vom einst so schönen Dorf steht heute nur noch ein Drittel.

In Lichtenbach, Altfriesach und Kummerdorf gab es eine blühende Lodenindustrie, die infolge der stark aufkommenden Konkurrenz am Ende des 19. Jahrhunderts zusammenbrach.

Die größte Marienwallfahrtskirche in Gottschee wurde 1763 mit Unterstützung des Fürsten Auersperg in Unterdeutschau erbaut.
1951 wurde sie gesprengt. Heute ragt sie am Waldrand über dem Dorf als Ruine zum Himmel empor. ..

Nach der großen Verwaltungsreform 1933 in Slowenien wurden die Gemeinden

  • Nesseltal und
  • Unterdeutschau
zur Großgemeinde Nesseltal zusammengelegt.
 

 

 

 

 

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