Gottscheer Landesteile

Das Suchener Hochtal

 

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Gottschee Karte Karte des Suchener Hochtales
 

In einer schmalen Talwanne liegt das durchschnittlich 760 m hoch gelegene Hochtal, das im Westen und Osten bis 1200 m aufragende Bergzüge umrahmen.

Es war der westlichste Teil des Gottscheer Landes und hatte nur fünf Ortschaften, die in den Gemeinden Suchen und Obergras gelegen sind. Sie wurden bei der großen Verwaltungsreform im Jahre 1933 in Jugoslawien zur Großgemeinde Suchen zusammengelegt wurden.

Durch das Göttenitzer Bergland vom übrigen Gottschee getrennt, benützten nur wenige den zweistündigen Weg über den Berg nach Göttenitz. Infolge ihrer Abgeschiedenheit hatten die Suchener viele Besonderheiten in der Gottscheer Mundart. Jahrhunderte der Trennung können Eigenheiten bringen, aber auch bewahren.

In Abständen von je einer halben Stunde Fußmarsch liegen die Dörfer des Hochtales. Nördlich vom Hauptort Suchen breiten sich Merleinsrauth und Gehack, südlich Mittergras und Obergras aus. Die Orte lehnen sich alle den östlichen oder westlichen Hängen an, denn im Talgrunde liegt die beste Erde für die Felder.

Schulen und Kirchen gab es in Suchen und Obergras. Holzverwertung und Viehzucht waren der Haupterwerb der Bewohner dieses Landesteiles.

Der Dichter Karl Morre, der Verfasser des bekannten Volksstückes "S' Nulleri" stammte aus dem Hochtal von Suchen.

Suchen, ein echtes Straßendorf mit teilweise einstöckigen Häusern zieht sich durch die Mitte der Talmulde. Die spätbarocke Pfarrkirche Maria Heimsuchung mit ihrem imposanten Glockenturm thront auf einer Anhöhe über dem Dorf. Der Sitz der Pfarre wurde im Jahre 1834 aus Obergras hierher verlegt. Der älteste Teil der Kirche, der Kirchturm befindet sich an der Nordseite des Altarraumes. Das Kirchenschiff mir seinem Tonnengewölbe ist durch Stichkappen gegliedert und in drei Bögen mit drei Pilasterpaaren geteilt. Im Presbyterium steht ein von einer historischen Säulenarchitektur eingerahmter Altar. Die Mittelnische hinter dem Tabernakel ziert ein Standbild der Mutter Gottes mit Kind . Die Wände schmücken Kreuzwege mit lateinischen Inschriften.

Die Zierde von Obergras war die mehrhundertjährige Kirche, dem Hl. Laurentius geweiht. Auf einem kleinen Plateau nahe dem Absturz ins Cabrankatal gelegen und von einer breiten Mauer umgeben wirkte der starke Unterbau und der massive steinerne Turm, den ein spitzes Schindeldach krönte, weit im Lande als Wahrzeichen und Bollwerk zugleich. 1942 wurde dieses Kleinod in Brand gesteckt. Heute steht nur noch die markante Ruine des Glockenturmes und des barocken Kirchenschiffes.

Die fünf Orte des Suchener Hochtales sind bis heute weitgehend erhalten geblieben.

 

 

 

 

 

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