Gottscheer Gedenk- und Kulturstätten

Die Gottscheer Gedenkstätte in Graz-Mariarost

 

Viele Gottscheer in aller Welt fühlten sich verpflichtet zum Abschluss ihrer Geschichte für ihre Ahnen und die Opfer beider Weltkriege und der Vertreibung eine ihrer würdige Stätte des Gedenkens zu errichten.

Sie wurde im Jahre 1967 von vielen opferwilligen Gottscheern an der Gottscheer Straße nahe der Basilika Mariatrost in Graz auf eigenem Grund und Boden erbaut, in Liebe und Dankbarkeit, zur Ehre Gottes, zum Gedenken an das gesamte Gottscheer Volk, seiner Toten, wo immer sie auch ruhen mögen, seiner jetzigen Generation und seiner Nachkommen, sowie an seine 61 I jährige Geschichte im Heimatland Gottschee. Wie die erste Kirche im 14. Jahrhundert wurde als das letzte große Gemeinschaftswerk auch die Gottscheer Gedenkstätte am 27. August 1967 dem HI. Apostel Bartholomäus geweiht. Sie wurde nach den Plänen des Architekten DI Eberhardt Jäger vom Baumeister Ing. Josef Pongratz erbaut.

Die Glasfenster stammen von Prof. Franz Felfer.

Das vom Gottscheer Künstler Helmut Loskt gestaltete Altarkreuz zeigt einen erhabenen, erhöhten Kruzifixus. An den Wänden des Sakralraumes sind auf Marmortafeln über 1300 Namen von Opfern beider Weltkriege, der Vertreibung und der Flucht verewigt.

Die Gottscheer Gedenkstätte kündet mit dem Sakralraum, dem im Untergeschoß befindlichen Gottscheer Archiv, dem Gottscheer Museum und der Gottscheer Bauernstube von der 673 jährigen Geschichte des Gottscheer Volkes und seiner einstigen für immer verlorenen Heimat.
Anlässlich des 35jährigen Bestehens der Gedenkstätte im Jahre 2002 wurde ein von Prof. Franz Weiß geschaffenes Muttergottesrelief eingeweiht.
Die alljährlich am letzten Sonntag im Juli stattfindende Wallfahrt zur Gottscheer Gedenkstätte in Graz-Mariatrost zeigt die Verbundenheit des Gottscheer Volkes in aller Welt.

 

 

 

 

 

 

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