| Univ.-Ass. Mag. Susanne Prentner |
Univ.-Ass. Mag. Richard Rusch |
"Kriterien
wissenschaftlichen Arbeitens"
(Stand Februar 1999)
1. Wie erstellt man eine
wissenschaftliche Arbeit?
1.1.
Vorgehensweise
1.2. Aufbau eines Referates
1.3. Layout
1.4. Deckblatt
1.5. Inhaltsverzeichnis
2. Regeln des
Zitierens & Verwendung von Literatur
2.1.
Was ist zitierfähig?
2.2. Formen des Zitierens
2.3. Belege beim Zitieren
2.4. Darstellungen , Graphiken, Tabellen
2.5. Literaturverzeichnis
1. Wie erstellt man eine
Wissenschaftliche Arbeit
1.1 Vorgehensweise
- Versuch einer Themenabgrenzung
- Beachtung von Regelungen (z.B.
Referatslänge etc. ..)
- erste Informationen einholen
- Arbeitsgliederung erstellen
- Quellen: Bücher, Berichte,
Zeitschriften, Untersuchungen, Filme, Videos ...
- Wo: Uni-Bibliotheken, Wifi,
Handelskammer, Arbeiterkammer, Privatbibliotheken...
- Vorgehensweise:
- Überblick gewinnen
- Fragen an den Text stellen: aktives
Auseinandersetzen mit dem Text.
- In die Tiefe lesen
Heraussuchen der Hauptaussagen
- Reflexion und Gesamtschau (Ergibt es
ein gesamtes Bild? Gibt es Lücken?)
- aus der ersten Arbeitsgliederung eine
Feingliederung erstellen
- logischer Aufbau
- übersichtliche Numerierung
- Abfassen des Textes (roter Faden,
klare Formulierung)
- Formulierung der Ergebnisse
1.2 Aufbau eines
Referates
Ein Referat enthält Bestandteile,
die unbedingt enthalten sein müssen, um den Charakter einer wissenschaftlichen Arbeit zu
besitzen:
Deckblatt
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
-Ziel der Arbeit
-Abgrenzung des Themas vornehmen
-Überblick über Aufbau und Argumentationsfolge
Hauptteil
-Sinnvolle Aufteilung in einzelne
Teile, Kapitel etc.
-Übergänge und Verbindungselemente (roter Faden)
-Beachtung von vergleichbaren Argumentationsebenen
-Zusammenfassung und Wiederholung
der zentralen Aussagen
-Aufzeigen von interessantem Ausblick
1.3 Layout
Neben den inhaltlichen
Voraussetzungen sind auch folgende formale Aspekte zu berücksichtigen und einzuhalten:
Wissenschaftliche Arbeiten sind am
Computer zu erstellen
Seitenformat DIN A4
Einseitige Beschriftung mit
Numerierung in einer Kopf- oder Fußzeile
Zeilenabstand von 1,5 Zeilen und
Schriftgröße 12
1.4 Deckblatt
Im Deckblatt sind die wichtigsten
Daten über den Studierenden, die Lehrveranstaltung und das Thema anzuführen,
insbesondere:
Name der Hochschule (hier:
Universität Klagenfurt)
Institut (hier:
Wirtschaftswissenschaften, Abteilung
Generalthema der Veranstaltung
Thema der Seminararbeit
Persönliche Daten: Vorname, Name,
Matrikelnummer
eventuell Abgabedatum
1.5 Inhaltsverzeichnis
Das Inhaltsverzeichnis gibt einen
inhaltlichen Überblick und steht am Anfang der Arbeit:
Das Inhaltsverzeichnis enthält die
Überschriften der einzelnen Haupt- und Unterpunkte
Dazu sind die jeweiligen Seitenzahlen
anzugeben
Die Haupt- und Unterpunkte, die im
Inhaltsverzeichnis auf einer Ebene stehen, müssen inhaltlich und logisch etwa den
gleichen Rang einnehmen und von einer übergeordneten Problemstellung ausgehen
Trennungen und Abkürzungen sind zu
vermeiden
2. Regeln des Zitierens &
Verwendung von Literatur
2.1 Was ist
zitierfähig ?
Grundlage wissenschaftlicher
Arbeiten ist die Gegenüberstellung und die Darstellung verschiedener Lehrmeinungen.
Solche Lehrmeinungen sind in Form von Zitaten unter Angabe der Quelle anzuführen:
Zitierfähig sind Quellen und
Sekundärmaterialien,
die in irgendeiner Form veröffentlicht worden sind
Nicht zitierwürdig sind
Publikumszeitschriften
(Ausnahmen aus aktuellen Anlaß)
Nicht zitiert werden muß
Allgemeinwissen
2.2 Formen des Zitierens
Folgende Grundsätze müssen beim
Zitieren beachtet werden:
Eine einmal gewählte Zitiertechnik
muß bis zum Ende der Arbeit konsequent und ausnahmslos durchgehalten werden.
Ein direktes Zitat muß im Text in
Anführungszeichen gesetzt werden. Der Zitatvermerk in der Fußnote beginnt mit dem
Nachnamen des zitierten Autors.
z.B.: Bleicher, K., 1982, S. 401
Indirekte Zitate werden ebenfalls
durch eine Fußnotenangabe im Text gekennzeichnet. Die Fußnote selbst muß mit einem Vgl.
(=Vergleiche) beginnen.
z.B.: vgl. Bleicher, K., 1982, S. 401
Der Fußnotenvermerk im Text steht
immer am Ende des jeweiligen Satzes oder Abschnittes und nicht bei der Überschrift!
Anmerkungen sind alle Fußnoten,
welche keine Zitate enthalten. Sie stellt eine Ergänzung zum Text dar:
Zusatzinformationen, Erklärungen, Querverweise.
2.3 Belege beim Zitieren
Die Quelle kann als Vollbeleg oder
als Kurzbeleg angeführt bzw. zitiert werden:
Vollbeleg
-Angabe in der Fußnote: 1Standop,
Ewald: Die Form der wissenschaftlichen Arbeit, 14. Aufl., Heidelberg 1994, S. 190
-Angabe im Literaturverzeichnis: Standop, Ewald: Die Form der wissenschaftlichen Arbeit,
14. Aufl., Heidelberg 1994
-Angabe in der Fußnote: 1
Standop, 1994, S. 190
-Angabe im Literaturverzeichnis: Standop, Ewald: Die Form der wissenschaftlichen Arbeit,
14. Aufl., Heidelberg 1994
2.4 Darstellungen,
Grafiken, Tabellen
Auch Darstellungen,
Graphiken und Tabellen müssen, wenn sie nicht eine Eigenproduktion darstellen, mit der
Quelle belegt sein. Die Nennung der Quelle kann sowohl direkt unter der Darstellung oder
aber mit Fußnote erfolgen. Bei Änderungen der ursprünglichen Darstellung ist die Angabe
der Quelle mit den Worten "In Anlehnung an ...." zu beginnen.
2.5 Literaturverzeichnis
Das Literaturverzeichnis steht am
Ende der Arbeit und unterliegt folgenden Richtlinien:
Vollständige Auflistung der in der
Arbeit angegebenen Quellen
Die Quellen müssen nach Autoren
alphabetisch gereiht sein. Bei mehreren
Werken eines Autors erfolgt eine zusätzliche Reihung nach dem Datum
der Veröffentlichung. Wurden vom Autor mehrere Werke in einem Jahr
veröffentlicht und werden diese zitiert, ist an die Jahreszahl ein
Buchstabe anzuhängen (z.B. Rieckmann, 1996a; Rieckmann, 1996b)
Quellen müssen korrekt und in sich
vollständig sein, um schnelles
und zweifelsfreies Wiederauffinden der Quellen zu ermöglichen
Die Art der Angabe im
Literaturverzeichnis unterscheidet sich aufgrund der Art der Quelle. Folgende
Literaturquellen können unterschieden werden:
Bücher
Axelrod, R.: Die Evolution der
Kooperation, 3. Aufl., München-Wien 1995
Kieser, A. (Hrsg.):
Organisationstheorien, 2. Aufl., Stuttgart-Berlin-Köln 1995
Sammelwerke
Kieser, A.: Evolutionstheoretische
Ansätze. In: Kieser, A. (Hrsg.): Organisationstheorien, 2. Aufl., Stuttgart-Berlin-Köln
1995, S. 237-267
Wolf, G.: Gestalten von Komplexität
durch Netzwerk-Management. In: Kratky, K. / Wallner, F. (Hrsg.): Grundprinzipien der
Selbstorganisation, Darmstadt 1990,
S. 103-126
Zeitschriften
Bleicher, K.: Vor dem Ende der
Mißtrauensorganisation. In: Office Management, 4/82, S. 400-404
Schmidt, J.: In Netzwerken denken und
handeln. In: Gablers Magazin, 6-7/93,
S. 28-31
Internet
Schein, E.H.: Three cultures of
management: the key to organizational learning in the 21st century, URL:
http://www.sol-ne.org/res/wp/1001.html vom 6.3.98