Die Technik erleichtert uns das
Leben?
Das sollte
man meinen. Der Einsatz von
moderner Technik ist für viele
blinde
und sehbehinderte
Menschen der einzige Weg, die
tägliche Zeitung zu lesen, sich
weiterzubilden, und einer
geregelten Arbeit nachzugehen.
Immer wieder wird auch das
öffentliche Leben durch den
Einsatz moderner Technik
vereinfacht!
So
wird durch die Einführung der
uni@klu Card an
der
Universität Klagenfurt, als neue
Form des Studentenausweises, den
Studierenden ein flexibler
Zugang zu diversen SB Services
ermöglicht. Abgesehen von den
Kinderkrankheiten dieses
Systems, wie meist nicht
funktionierende Drucker der
beiden Kiosk-Systeme vor der
Studienstelle, die meines
Wissens die einzigen sind,
bietet dieses System keinerlei
Hilfestellung für behinderte
Menschen.
So ist es für
blinde
und sehbehinderte
Menschen so gut wie unmöglich
dieses System zu nutzen, da,
obwohl es
technisch möglich wäre, weder
eine Vergrößerungssoftware noch
eine Sprachausgabesoftware auf
den Kiosk-Systemen verfügbar
ist. Dadurch werden blinde
und sehbehinderte
Menschen wieder einmal zu
Bittstellern degradiert, die
sich in der Studienstelle Hilfe
holen müssen, falls diese
geöffnet hat.
Hier stellt
sich mir die Frage, ob solche
Zugangshilfen bewusst nicht
realisiert oder schlicht weg
vergessen worden sind?
Ist
eigentlich auch egal,
was jetzt
wirklich zählt ist,
dass die für
die EDV zuständigen Personen
einen Weg finden, diese
künstlich errichtete Barriere
wieder einzureißen!
Mark
Wassermann
6.10.2005