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Stolperstein der Woche 45

 

 

Die Technik erleichtert uns das Leben?

Das sollte man meinen.  Der Einsatz von moderner Technik ist für viele blinde und sehbehinderte Menschen der einzige Weg, die tägliche Zeitung zu lesen, sich weiterzubilden, und einer geregelten Arbeit nachzugehen. Immer wieder wird auch das öffentliche Leben durch den Einsatz moderner Technik vereinfacht!

So wird durch die Einführung der uni@klu Card an der Universität Klagenfurt, als neue Form des Studentenausweises, den Studierenden ein flexibler Zugang zu diversen SB Services ermöglicht. Abgesehen von den Kinderkrankheiten dieses Systems, wie meist nicht funktionierende Drucker der beiden Kiosk-Systeme vor der Studienstelle, die meines Wissens die einzigen sind, bietet dieses System keinerlei Hilfestellung für behinderte Menschen.

So ist es für blinde und sehbehinderte Menschen so gut wie unmöglich dieses System zu nutzen, da, obwohl es technisch möglich wäre, weder eine Vergrößerungssoftware noch eine Sprachausgabesoftware auf den Kiosk-Systemen verfügbar ist. Dadurch werden blinde und sehbehinderte Menschen wieder einmal zu Bittstellern degradiert, die sich in der Studienstelle Hilfe holen müssen, falls diese geöffnet hat.

Hier stellt sich mir die Frage, ob solche Zugangshilfen bewusst nicht realisiert oder schlicht weg vergessen worden sind?

Ist eigentlich auch egal, was jetzt wirklich zählt ist, dass die für die EDV zuständigen Personen einen Weg finden, diese künstlich errichtete Barriere wieder einzureißen!

Mark Wassermann

6.10.2005

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